Helfen Sie uns, das LWCC Waisenhaus zu retten!

 
Am 8. April erreichte uns eine erschütternde Nachricht:

Die tansanischen Behörden drohen damit, das LWCC Waisenhaus der Familie Kimaro zu schließen, so lange zwei Auflagen nicht erfüllt werden.

Wir waren schockiert: Soll alle bisherige Arbeit und Hilfe quasi einfach so davon gewischt werden?

Was die Behörden stört:

  1. Zu wenig Platz. Das vom Staat geforderte Minimum beträgt 3 Acres (ca. 1,2 Hektar). Und zwar zunächst mal unabhängig von der dort sich aufhaltenden Kinderzahl! Das ist einfach das generelle Platz-Minimum, das sie für Waisenhäuser fordern. Das heißt, das LWCC-Areal mit seinen ca. 0,5 Acres ist laut diesen Vorschriften viel zu klein.
  2. Die Schule muss räumlich klar getrennt sein von den Wohnräumen. Man muss wissen: Auf dem LWCC-Gelände gibt es auch eine kleine Schule. Das ist eine Vorbereitungsschule, in der die zumeist traumatisierten Kinder fit gemacht werden für den anspruchsvollen Schulalltag auf dem Yakini Campus.

Am 7.Juli gab es vorerst Entwarnung: Nach langwierigen Verhandlungen ist es Familie Kimaro gelungen einen Aufschub um 1 Jahr bis zum 7. Juli 2018 zu erhalten, um ein geeignetes, neues Grundstück zu finden. Kostenpunkt mindestens 50.000 bis 60.000€. Anschließend muss bis 7. Juli 2020 die neue Infrastruktur (Gebäude, Mauer, usw.) komplett stehen und in Betrieb sein.

Wir sind froh darüber, dass wir und die anderen Partnervereine jetzt ein Jahr Zeit haben, Spenden für das neue Grundstück zu sammeln (die tansanische Regierung macht einzig Vorschriften, hilft aber finanziell in keinster Weise …), allerdings ist ein Jahr für eine solche Summer wiederum nicht so viel.

Daher sind wir jetzt auf Spenden aus jeder erdenklichen Quelle angewiesen, damit der Fortbestand des Centers und die Zuflucht für die Kinder dort gesichert werden kann!

Jede Hilfe auf diesem Weg ist uns willkommen, sei es Ihre Einzelspende, dass Sie eine Spendensammelaktion im Namen des LWCC starten, oder Kontakt zu möglichen Großspendern (z.B. Firmen oder Stiftungen) herstellen können. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
 


 

LWCC

 
Etwas mehr zu den Hintergründen:

Die Bestimmungen und Regularien, auf die sich die Behörden beziehen, sind nicht schlecht per se. Eigentlich existieren diese wohl schon länger, aber keiner hat sie angewendet, bis jetzt: Letzten Herbst kam es zu einem Regierungswechsel, und die neue tansanische Regierung will mit harter Hand durchgreifen. Natürlich gibt es schwarze Schafe auch unter den privat geführten Waisenhäusern, bei denen es – so sagen Kimaros – gut ist, dass die Lizenz entzogen wird und dort das Licht ausgeht. Wir erfahren von zwei Waisenhäusern in Arusha, die der Staat wirklich bereits dichtgemacht hat. Ein Teil dieser Kinder wurde kurzerhand an andere Einrichtungen verteilt (u.a. zwei ins LWCC!!!), ein weiterer Teil wurde mehr oder weniger auf die Straße gesetzt. Die krassen Beispiele zeigen uns: Die Lage ist ernst, sehr ernst.

Doch leider schießen die Behörden auch übers Ziel hinaus. Jeder, der das LWCC kennt, weiß um die großartige Arbeit für die dort lebenden Kinder. Weiß um das große Glück für jedes dieser Kinder, dass es genau HIER gelandet ist. Auch die Behörden scheinen das zu wissen, da sie das eine Jahr „Gnadenfrist“ gegeben haben.

Auch sonst gäbe es noch viel zu sagen in punkto Ungerechtigkeit. Man denke nur an die grauenhaften Zustände in Shinyanga und an die dort untergebrachten Albinokinder … aber das ist ein STAATLICHES Camp und somit außen vor. Nur bringen diese Gedanken alle nichts. Der Staat sitzt am längeren Hebel.

Hohe Grundstückspreise: Im Umkreis von 15 Kilometern von Arusha-Zentrum ist der Landerwerb unerschwinglich geworden, so wie leider mittlerweile auch in der Gegend um das Yakini-Gelände. Erste Landbegehungen führten Kimaros zum Beispiel zu einem freien Stück Land bei USA River (ein Ort etwa 20 km östlich von Arusha an der Hauptstraße nach Moshi). Leider ist auch der zu erwartende Gewinn aus dem Verkauf des alten Geländes gering, da dort eine Straße verbreitert werden soll.