Verfolgte Kinder schützen

 
Menschen mit Albinismus leben sehr gefährlich in Tansania: Ihre Körperteile sind wegen ihrer weißen Haut und den strohblonden Haaren unter Zauberern begehrt – und dafür werden sie immer wieder umgebracht. Vor allem das Leben von Albino-Kindern ist massiv bedroht. Angst ist ihr täglicher Begleiter.

Der Staat bringt diese Kinder in speziellen Camps unter. Dort sind sie zwar sicher vor Übergriffen, fristen jedoch unter erbärmlichen Bedingungen ihr Leben.

Familie Kimaro (die Verantwortlichen für Waisenhaus und Schule) hat Kontakt zu einem dieser Flüchtlings-Camps. Anfang 2015 konnten sie die ersten sechs Kinder dort herausholen. Ein eigens eingerichteter Wachdienst bewacht seither die Kinder rund um die Uhr, Tag und Nacht.

Leider reicht der Schutz durch den 24 h – Wachdienst nicht aus: Bereits zweimal wurde seither das Waisenhaus überfallen und versucht, die Albino-Kinde zu entführen!! Gott sei Dank schlugen beide Versuche fehl.
Doch nun ist klar: Die Kinder müssen mit einer stabilen Mauer gegenüber dem Umfeld abgesichert werden – sowohl die Kleinen und Neuankömmlinge im Center (LWCC) als auch die meist Größeren auf dem Yakini-Gelände (Primary School, weiterer Kindergarten/Preschool und Waisenhaus).

Schutzmauer

(Foto: Verena N. / pixelio.de)

Wir starten mit dem Yakini-Gelände, weil hier die Gebäude weiträumig verteilt stehen und schutzlos ohne Tor und Zaun theoretisch für jeden zugänglich sind. Ein erster besonders wichtiger Teilabschnitt soll gebaut gebaut werden — Stück für Stück, so, wie das Geld da ist:

450 Meter lang, 2.50 Meter hoch.
Kosten: 48.000 Dollar. Macht nach heutigem Kurs ca. 44.000 Euro.

Sehr viel Geld für eine „popelige“ Mauer! Das zumindest war unser erster Eindruck. Aber wir haben uns schlau gemacht und können nun guten Gewissens sagen: Eine stabile Mauer mit diesen Ausmaßen kostet irre viel Geld – auch in Tansania. Und nein: Das wird keine schöne Mauer. Das wird ein „billiger“ Schutzwall aus einfachen Steinen gemauert, der einzig und allein dem Zweck dient, die Kinder – in Kombination mit dem Wachdienst – vor weiteren Übergriffen zu schützen.

Lassen Sie uns gemeinsam diese Schutz bringende Mauer bauen: Für diese vom Schicksal grausam betroffenen Albino-Kinder, die kein Leben in ihren Familien und ihren Dörfern leben können – nur weil sie anders aussehen. Lassen Sie uns diese Mauer bauen, um diesen Kindern ein Stück Geborgenheit und Unbeschwertheit zu schenken – ein Stück Kindheit, das ihnen die tansanische Gesellschaft (derzeit) nicht geben kann. Lassen Sie uns diese Mauer bauen, bevor es zu spät ist.

DANKE!!!

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Bericht aus Arusha (Anfang 2016): Erster Abschnitt gebaut

 
Nach ersten Spenden, von uns aus Deutschland und der Partnerorganisation aus den USA, konnte der Bau der Mauer beginnen. Ein Stück des Yakini-Geländes ist mittlerweile geschützt (Auch die Mauer um die Vorschule ist bereits fertig!), doch von Entwarnung kann noch keine Rede sein. Ein großer Teil des Grundstücks der Schule ist noch nicht ummauert, sodass fremde Personen das Gelände weiterhin betreten könnten. Der Wachdienst ist natürlich sehr aufmerksam, doch die Fertigstellung der Mauer ist äußerst wichtig und würde die Bewachung erheblich erleichtern!

Baufortschritt der Mauer um YakiniTeilstück der zu bauenden MauerErstes Teilstück der Mauer um die Yakini Schule

Momentan fehlen ca. 11.000 Euro, um die Schutzmauer zu schließen.

Helfen Sie uns jetzt, dieses große und wichtige Projekt zum Abschluss zu bringen, und die Kinder mit Albinismus effektiv zu schützen. Vielen Dank!

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Bericht aus Arusha (März 2016): Finanzierung sichergestellt

 
Wir freuen uns sehr über die großartige Spende der Daimler AG! Im Rahmen ihrer Pro Cent – Initiative wurde unser Projekt „Schutzmauer für Albinokinder“ großzügig unterstützt. Sage und schreibe 44.000€ konnten wir nach Tansania weiterleiten, womit nicht nur die Mauer um die Yakini Grundschule fertiggebaut werden kann, sondern zusätzlich die komplette Mauer um das Gelände der neuen, demnächst in Betrieb gehenden Secondary School!

Das ist ein riesiger Schritt für Familie Kimaro und bringt zum einen das Secondary School Projekt weit voran, zum anderen können die Kinder mit Albinismus (gerade konnten glücklicherweise noch mehr aufgenommen werden!) nun optimal geschützt und alle Behörden-Vorschriften erfüllt werden.

Wir versuchen hier demnächst Bilder der fertiggestellten Mauern zu veröffentlichen.