Wasser für das Living Water Children’s Centre / Yakini School

 
YakiniYakini

Bisherige Wasser-Situation

Tansania zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Entsprechend schlecht ausgebaut ist die Infrastruktur im gesamten Land. In den Städten gibt es meist Wasserleitungen, außerhalb der Ansiedlungen jedoch nicht. So sitzt auch Kisongo auf dem Trockenen – ein Ort mit mehreren hundert Einwohnern, in dem sich die Yakini Schule befindet.
Es herrscht große Wasser-Knappheit. Für die ca. 400 Kinder, die in dieser Ganztagesschule unterrichtet werden, gibt es kein fließendes Wasser. Das LWCC schafft mit großem Aufwand, per Tanklaster mehrmals täglich Wasser vom Basis-Center heran, um zumindest den dringendsten Bedürfnissen nachkommen zu können – eine sowohl unpraktische wie auch teure Lösung. Das Wasserkontingent der Schule ist in der Regel zwischen 15 und 16 Uhr aufgebraucht!

Dieser Laster mit Wassertanks fuhr mehrmals täglich die Schule anEin Wasserhahn für einen ganzen Ort

Projekt „Bau einer eigenen Wasserleitung“

Kürzlich hat die Tansanische Armee der Yakini Schule die Erlaubnis erteilt, eine eigene Wasserleitung von der 2,5 Kilometer entfernten Militärleitung bis zur Schule zu bauen, durch die rund um die Uhr Wasser fließen soll. Damit wären alle geschilderten Probleme gelöst und die hygienische Situation wäre verbessert.
Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 12.000 Dollar (zwischen 9.000 und 10.000 Euro).
Hierin enthalten ist eine einmalig zu entrichtende Nutzungsgebühr an das Militär, sowie die unterirdische Verlegung der Leitung. Diese Maßnahme ist zwingend notwendig, da sonst innerhalb kürzester Zeit die Menschen aus der Umgebung die Leitung für eigene Bedürfnisse anzapfen würden.

An dieser Stelle geht nun die eigene Wasserleitung mit Pumpe (unter einzementiertem Deckel wie hier im Bild) von der militärischen Hauptwasserleitung ab.Haupt-Wasserleitung der Tansanischen Armee

Mehr Infos unter: info@time2help.net

Danke für Ihr Interesse und Danke für alles, was Sie bereit waren, zu geben!

_______________________________________________________________________________________

Bericht aus Arusha (Okt 2013)

Hier die aktuellen Bilder des Baufortschritts aus Tansania:

BauarbeitenBauarbeitenBauarbeiten

_______________________________________________________________________________________

Bericht aus Arusha (Nov 2013)

Die Bauarbeiten konnten erfolgreich beendet werden!

Was für ein großartiger Tag! Die Kinder können es kaum glauben, als plötzlich das kühle Nass durch die Leitung kommt. Endlich zu jeder Jahreszeit ausreichend Wasser. Etwas so Essenzielles wurde nun durch Ihre Hilfe möglich. Im Namen aller glücklichen Kinder der Yakini-Schule:

„Asante sana“

Wasser Wasser Wasser

_______________________________________________________________________________________

Bericht aus Arusha (Feb 2014)

 

Ende Februar, mit verfrühtem Einsetzen der Regenzeit, geschah im westlichen Randgebiet Arushas (in dem die Yakini Schule liegt) das Undenkbare:
Kurz vor Rückreise unseres Vereinsmitglieds nach Deutschland überschwemmte eine große Flut weite Teile der Außenbezirke.
Nachdem es in den angrenzenden Bergen langanhaltende Unwetter mit Starkregen gab, rollten riesige Wassermassen mit ungeheurer Kraft über die offenen Landflächen.
 
Die Folgen: 2 Menschen kamen ums Leben, die Brücke einer wichtigen Straße wurde zerstört und viele Ackerflächen wurden unbrauchbar, wodurch die Besitzer existenzielle Probleme bekamen.
Laut Berichten der Einheimischen war es das erste Mal überhaupt, dass so etwas geschehen ist. Eine Auswirkung des Klimawandels? …
 
Glück im Unglück: Alle Waisen, Schüler und Mitarbeiter der Yakini Schule sind unverletzt, denn die Wassermassen flossen vor der Schule in einige tiefe Gräben ab, die die Schule umgeben. (Siehe Video)
So wurde das Gelände verschont.
 
Leider gibt es aber auch eine schlechte Nachricht für uns und die Kinder:
Durch die Fluten wurde der Anschluss unserer, erst vor wenigen Monaten gebauten Wasserleitung zerstört!
In einer Ironie des Schicksals war es nun ausgerechnet die Kraft des Wassers, welche die (mit Ihrer Hilfe!) mühevoll aufgebaute Wasserversorgung, wieder unterbrach. Vorher zu wenig Wasser, jetzt zu viel …

Wenigstens blieb die große Hauptwasserleitung des Militärs, von welcher die kleinen Leitungen der vielen „Nebennutzer“ abging, unversehrt. Sie ist sehr stabil gebaut, mit Eisen verstärkt, und konnte den mitgeschwemmten Bäumen und Felsen widerstehen.
Bei unserer und allen anderen Abzweigungen war das nicht der Fall, denn keiner hätte damit gerechnet, dass jemals solch eine Flut kommt.

Nun wird das Militär den ganzen Anschlussbereich reparieren und für die Zukunft absichern, damit so etwas mit den Leitungen nicht nocheinmal passiert.
 
 
Zum Abspielen auf die Videos klicken:


 

_______________________________________________________________________________________

Bericht aus Arusha (Apr 2014)

 
Die benötigten 5000€ konnten gesammelt und der Wiederaufbau gestartet werden.

Wir sind überglücklich, dass die Kinder wieder mit Wasser versorgt sind. Die neuen Anschlüsse und Verbindungen werden sehr stark konstruiert, damit sie einer erneuten Flut standhalten können.

Bald haben wir die Möglichkeit, Ihnen Bilder der Reparaturen zu zeigen.

Vielen Dank an die großzügigen Spender, die das alles ermöglichten!