Unser Verein time2help e.V.

Wie alles begann

Sechs unserer Gründungsmitglieder waren 2011 und 2012 in Arusha (Tansania) und haben im Living Water Children’s Centre und der Yakini Schule eine Zeitlang als Volunteers mitgearbeitet. Sie alle kamen mit dem Wunsch zurück, auch in Deutschland etwas für die Kinder im fernen Tansania zu tun. Nach ersten punktuellen Aktionen wie saisonale Kuchenverkäufe, etwas Pressearbeit und einiger Mundpropaganda gründeten wir dann den gemeinnützigen Verein time2help e.V.

Seit dem 23. August 2013 sind wir im Vereinsregister der Stadt Böblingen nahe Stuttgart eingetragen. Mit neun Personen gestartet, sind wir inzwischen auf 22 Vereinsmitglieder angewachsen (Foto unten: Mitgliederversammlung 1. Juni 2019).

Warum wir time2help e.V. gegründet haben

– Dem Wunsch vieler Spender nach steuerlicher Abzugsfähigkeit ihrer Spenden kann entsprochen werden.
– Der größer werdende Verwaltungsaufwand kann besser bewältigt werden.
– Die Kommunikation mit den Kontaktpersonen in Tansania kann gezielter gesteuert werden.

Mit unserem Verein können wir alle Aktionen und Kommunikationen auch untereinander besser koordinieren und kanalisieren. Und: Keiner muss alles machen. Jeder bringt sich da ein, wo seine Stärken liegen. Alle profitieren davon, dass sichere Strukturen vorhanden sind, die für Transparenz sorgen und unsere Arbeit auf eine solide Vertrauensbasis stellen.

Was wir mit unserer Vereinsarbeit unterstützen

Im Moment steht bei uns allen nur ein Ort, ein Projekt im Zentrum des Vereinsgeschehens: das Living Water Children’s Centre inklusive der zwei Yakini Schulen in Arusha, Tansania. Doch kann unser Verein – sofern die Mitglieder das wollen – auch weitere Initiativen und Projekte fördern und unterstützen. Unsere Vereinssatzung ist darauf ausgerichtet. Denn wer weiß, wie das Leben so spielt, und welche anderen Menschen, Orte und Projekte uns noch vor die Füße fallen.

Das Living Water Children’s Centre (LWCC)
Das Living Water Children’s Center LWCC wurde 2003 von Familie Kimaro gegründet. Heute ist es ein liebevolles Zuhause für weit über 100 Kinder aus schlimmsten Verhältnissen, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Stammeszugehörigkeit. Viele dieser Kinder sind Aidswaisen, andere wurden von ihren Familien vernachlässigt, verstoßen misshandelt oder missbraucht.

Im Center wird das Wort „Waise“ nicht verwendet, denn alle Kinder gehören zur Living Water-Familie und sind daher Brüder und Schwestern. Die Kinder nennen Herrn und Frau Kimaro „Mama“ und „Papa“, deren Söhne rufen sie „Onkel David“, „Onkel Walter“ und "Onkel Christian". Außerdem kümmern sich bedienstete „Mamas“, mit großer Aufopferung rund um die Uhr um ihre kleinen und größeren Schützlinge.

Das Living Water Children‘s Centre befindet sich in Kisongo, 15 km westlich von Arusha. Es handelt sich um eine, beim Innenministerium Tansanias registrierte, Wohltätigkeitsorganisation, die ausschließlich aus Spenden finanziert wird. Für private Waisenhäuser in Tansania gibt es keinerlei staatliche Unterstützung!
Die Yakini Primary School (Yakini Grundschule)
Um für alle Kinder des Living Water Children’s Centre eine gute Yakini-Schulbildung zu ermöglichen, gründete Familie Kimaro 2008 die Yakini Primary School (Yakini Grundschule).

Innerhalb weniger Jahre ist durch kontinuierliche Erweiterung aus der kleinen Grundschule ein Campus mit mehr als 700 Schülern geworden. Viele davon kommen aus der Umgebung oder besuchen die Schule als Internatsschüler. Es wird versucht, die Schulgebühren so niedrig wie möglich zu halten, damit so viele Kinder wie möglich dort Bildung erhalten können. Die Kinder des Waisenhauses (siehe oben) kommen dann mit zunehmendem Alter auch zur Yakini Schule.

Die Schule richtet sich nach dem Bildungs- und Lehrplan des Bildungsministeriums in Tansania. Zusätzlich erhalten alle Kinder die bestmögliche Förderung in der englischen Sprache. Alle Schulfächer werden ausschließlich auf Englisch unterrichtet, mit einer Ausnahme: dem Fach Suaheli, der Landessprache. Diese englische Ausbildung ist in Tansania sonst nur teuren Privatschulen vorbehalten. Die Kinder starten nach der 7-jährigen Grundschulzeit also im Vergleich zu ihren Altersgenossen, die von staatlichen Schulen kommen, mit großem Vorsprung ihren Weg in die weiterführende Schule.

Bei den jährlichen, staatlichen Prüfungen zeichnen sich die Schüler fortlaufend mit überdurchschnittlichen Leistungen aus. Die Yakini Schule ist stolz auf die mittlerweile über 20 engagierten, hingebungsvollen und fürsorglichen Lehrer, die das Beste aus den Kindern herausholen.
Die Yakini Secondary School (weiterführende Schule)
Anfang 2017 konnte, mit Beteiligung von time2help, auf einem zur Primary School benachbarten Gelände, die Secondary School eröffnet werden und die erste Schulklasse starten. Nun müssen die Kinder nach Beendigung der 7. Klasse der Grundschule nicht mehr auf eine externe Schule wechseln, sondern können die sehr hohe Bildungsqualität von Yakini auch bis zur 11. Klasse erfahren.